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Kurhessen/Waldeck - Märchenhaftes Land

Ziemlich genau in der Mitte Deutschlands finden Sie Natur im Überfluss: die Naturparks Habichtswald, Hann. Münden und Meißner-Kaufunger Wald, aber auch so reizvolle Landstriche wie das Wildunger Bergland oder den Reinhardswald. Verwunschene Seen und mittelalterliche Burgruinen, geheimnisvolle Wälder und romantische Flusstäler bieten Refugien, wo die Muße zu Haus ist. Kein Wunder, dass aus dieser Gegend die meisten Märchenfiguren der Brüder Grimm stammen: Schneewittchen aus Bergfreiheit bei Bad Wildungen, Frau Holle vom Fuße des Hohen Meißner und Dornröschen von der Sababurg. In diesem märchenhaften Land küssen sich zwei Flüsse, um einen Strom zu bilden, erzählen Steine Grenzgeschichten und ein altes Steingrab von längst verflossenen Zeiten. Das Land zwischen Eder und Weser, zwischen Fulda und Werra ist eine Entdeckungsreise wert: Warburg, das „westfälische Rothenburg“, verbreitet mittelalterliche Behaglichkeit ebenso wie das zauberhafte Hann. Münden, am Zusammenfluss von Fulda und Werra gelegen. In Fritzlar präsentieren sich gotische Steinhäuser aus dem 14. Jahrhundert und der Dom mit einer mehr als 1000 Jahre alten Krypta. Duderstadt nennt eines der ältesten Rathäuser sein eigen und in Bad Sooden-Allendorf wurde schon sehr früh das lebenswichtige Salz gewonnen. Göttingen erzählt seine Geschichte auf Schritt und Tritt, vor allem aber am Gänselieselbrunnen, und Kassel ist alle fünf Jahre Schauplatz der größten Avantgarde- Kunstausstellung der Welt.

Vorschläge Programmbausteine

Homberg/Efze

Wenn Sie Lust auf einen Bummel unter altem Fachwerk haben, dann bummeln Sie mal über den Homberger Marktplatz. Wo früher die Zünfte ihre Waren verkauften, präsentiert sich heute ein hinreißendes Ensemble alter Fachwerkhäuser rund um die fast alles überragende Marienkirche. Nur einem Bauwerk muss sich die über 600 Jahre alte gotische Hallenkirche respektvoll unterordnen: Hoch über der Stadt wacht auf dem Schlossberg die einstige „Hohenburg“ – seit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges allerdings nur noch als Ruine. Was an wertvollen Funden hier ausgegraben wurde, ist im sehenswerten Heimatmuseum aufbewahrt. Gehen Sie hin und informieren Sie sich. Zuvor jedoch lockt der 12 Meter hohe runde Turm, von dem sich Ihnen ein überwältigender Weitblick bietet.

Wildpark Knüll

Einem wilden Tier ins Gehege zu geraten und trotzdem freundlich empfangen zu werden – das Glück haben Sie sicher selten. Nutzen Sie also die Gelegenheit und lassen Sie sich vom Wildpark Knüll animieren, von der Fahrbahn auf die „freie Wildbahn“ zu wechseln. Im 40 ha großen Freigehege kreuzen zutrauliche Rot-, Sika- und Damwildrudel Ihre Pfade, äsen auf idyllischen Lichtungen und lassen sich dabei ungerührt beobachten. Auch seltene Tierarten wie Luchse oder Wisente sind hier zu Hause. Und die munteren kleinen Ziegen begeistern nicht nur kleine Besucher. Im Naturzentrum erfahren Sie hautnah alles Wissenswerte über Fauna und Flora der hiesigen Natur- und Kulturlandschaft.

Edertal

Eine der größten Talsperren Deutschlands schlägt gleich drei Fliegen mit einer Klappe: Sie sorgt dafür, dass Weser und Mittellandkanal auch in Trockenzeiten schiffbar bleiben. Sie verhindert Hochwasser an Eder und Fulda. Außerdem erzeugt sie noch eine Menge Energie. Das mächtige Bauwerk mit seiner 400 m langen und fast 50 m hohen Sperrmauer staut über 200 Mio. Kubikmeter Wasser auf einer Länge von 27 km. Und bietet damit ein Paradies für Wasserfreunde. Vielleicht mieten Sie sich ein Ruderboot oder Sie vertrauen sich für eine Rundfahrt auf dem See der Ederseeflotte an. Hoch über dem Edersee liegt die Burg Waldeck. Der Aufstieg zur Burg gestaltet sich heutzutage übrigens ausgesprochen bequem: Wenn Sie wollen, nehmen Sie einfach die Kabinen-Seilbahn.

Borken

In einem über 500 Jahre alten Fachwerkhaus wird die 400-jährige Geschichte des ältesten deutschen Braunkohlereviers präsentiert. Mit einem herzlichen „Glückauf“, dem alten Bergmannsgruß, beginnt Ihr Rundgang im Nordhessischen Braunkohle-Bergbaumuseum. Historische Ausrüstungsgegenstände wie „Froschlampe“, „Teufelskübel“ und „Hunt“ lassen die Mühen der Arbeit in den engen Stollen erahnen. Hier werden Ihnen die charakteristischen Abbauarten aus den entsprechenden Bergbauepochen gezeigt – zum besseren Verständnis helfen Demonstrationen mit funktionstüchtigen Maschinen, u.a. mit der „Spezialität“ des Museums, der Einschienenhängebahn. Der Braunkohle-Tagebau hat ausgesprochen erfreuliche Spuren hinterlassen: Die idyllische Borkener Seenlandschaft, ein vielfältiges Naherholungsgebiet, beruht im Wesentlichen auf Tagebaulöchern.

Kassel mit Bergpark Wilhelmshöhe

Kassel bietet dem Besucher hochkarätige Kunstgenüsse an: das Brüder-Grimm-Museum, das Naturkundemuseum im Ottoneum, das weltweit einzigartige Tapetenmuseum und das Museum für Sepulkralkultur. Zusätzlich lockt alle fünf Jahre die documenta, die Weltausstellung zeitgenössischer Kunst. Kassel ist eine Großstadt mit grüner Lunge – 63 Prozent des Stadtgebietes bestehen aus Gärten und Parks. Glanzlichter sind der Bergpark Wilhelmshöhe mit dem Herkules und die Karlsaue mit der Orangerie. Ein besonderes Schauspiel sind die Wasserkünste, wo sich aufgestaute Wassermassen kunstvoll in den Schlossteich ergießen. Auf keinen Fall versäumen sollte man auch die Löwenburg, die wie eine malerische Ruine aus der Ritterzeit wirkt.

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