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Brilon - Im Land der 1.000 Berge

Wo sich der Wald bis an den Horizont erstreckt, sich über 20 Seen in der Sonne spiegeln und die Berge nicht mehr zu zählen sind – da ist Sauerland. Seit Jahrhunderten bestimmen das Holz des Waldes, die Faszination der Bäche und Seen, sowie die verborgenen Schätze der Berge das Leben der Menschen hier. Der Wald des Sauerlandes war und ist nicht nur Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Er ist auch natürlicher Luftfilter und Wasserspeicher für Millionen von Menschen in Nordrhein-Westfalen. Seit Generationen nutzten die Menschen sein Holz für den Bau Ihrer Häuser und betrieben mit dem heimischen Rohstoff ihre Erzbergwerke und Hochöfen. Die Wälder erklangen von dem Rattern der Mühlräder und dem dumpfen Schlag der Schmiedehämmer, die, angetrieben von Bächen und Flüssen, den Menschen Brot und Arbeit gaben. Die Stauseen des Sauerlandes speichern Trinkwasser, treiben Turbinen zur Energiegewinnung an und laden zu Wassersport und Badevergnügen ein. Blei, Zink und Platin, die verborgenen Schätze der heimischen Bergwelt, haben schon früh die Begehrlichkeiten der Menschen geweckt. Bis in die sechziger Jahre des vorangegangenen Jahrhunderts wurden die Höhen des Sauerlandes nach wertvollen Erzen durchwühlt. Zeugnis darüber legen die noch vorhandenen Besucherbergwerke in der Region ab. Wunder der Natur, in Jahrmillionen gewachsen, bringen Jahr für Jahr Tausende von Besuchern zum Staunen.

Vorschläge Programmbausteine

Brilon – und was Sie noch lernen könnten

Wußten Sie ...
... dass die alte Hansestadt Brilon die waldreichste Stadt Deutschlands ist?
... warum das Wappentier der Stadt, die „Briloner Nachtigall“, wie ein Esel schreien kann?
... dass Entdecker von Brilon aus zu Rallyes und Safaris aufbrechen?
... dass in der Umgebung von Brilon Bäche und Teiche auf geheimnisvolle Weise verschwinden?
... dass die Stadt ihren Namen einem verirrten Kaiser zu verdanken haben soll?
Wollen Sie mehr und Näheres erfahren? Brilon und das Land drumherum haben noch Einiges zu bieten.

Erzbergwerk Ramsbeck

Bergbau wurde in Europa nachweislich schon in vorchristlicher Zeit betrieben. Die ältesten bergbaulichen Anlagen stammen aus der Zeit um 2000 v. Chr. und sind mit teilweise noch erhaltenen Schächten, Stollen und Strecken auf Zypern, in Spanien, Frankreich und England zu sehen. Zu den ältesten Bergbaugebieten nördlich der Alpen gehören die Lagerstätten um den kleinen Ort Ramsbeck im Hochsauerland in Westfalen. Im Erzbergbaumuseum, das sich in der ehemaligen Waschkaue der Grube befindet, kann sich der Besucher mittels Schautafeln und Nachbildung des Venetianerstollens über den Erzbergbau im Sauerland informieren. In Ramsbeck bietet man Ihnen neben dem Museumsbesuch die Möglichkeit, mit der Grubenbahn 1,5 km in den Berg einzufahren. Helme und Schutzkleidung werden vor der Einfahrt gestellt.

Aufstieg in die Steinzeit

Ein kulturgeschichtliches Denkmal allerersten Ranges stellen die „Bruchhauser Steine“ dar, die älteste Wallburg des Sauerlandes. Sie können sie bei Ihrem Aufstieg zum Istenberg gar nicht verfehlen, denn dort ragen unübersehbar die vier kantigen Porphyrfelsen aus dem Wald. Falls Sie mehr über die älteste Wallburg Westfalens wissen wollen – das Modell auf dem Parkplatz gibt hinreichend Aufschluss. Von den vier Felsenriesen nimmt der 90 Meter hohe Bornstein den Spitzenplatz ein. Der Goldstein folgt mit 50 Metern, der Ravenstein ist 35 Meter hoch, und der auf 750 Meter Höhe liegende Feldstein misst 30 Meter. Ihn können Sie erklimmen – Stufen und Geländer machen es möglich!

Willingen

Das hessische Willingen im Hochsauerland liegt an der Grenze zu Westfalen und ist der bedeutendste Wintersportort Hessens. Alljährlich findet sich hier die gesamte Weltelite der Skispringer zum Weltcupspringen ein. Vom 838 m hohen Ettelsberg, übrigens auch bequem mit der Seilbahn erreichbar, hat man einen majestätischen Blick über das Sauerland. Das Sauerland ist geprägt durch seine über tausendjährige Kultur- und Industriegeschichte. Entsprechend interessant sind die Sehenswürdigkeiten der Region. Das Besucherbergwerk „Christine“ am Iberg in Willingen, aus dem bis 1971 Schiefer gefördert wurde, ist für den Besucher ein unvergessliches und bleibendes Erlebnis. In der Glasbläserei Willingen kann man den Glasmachern bei der Ausübung ihres jahrhundertealten Handwerks über die Schulter schauen.

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