Malta - Im Herzen des Mittelmeeres
In Malta erwarten Sie 7000 Jahre Geschichte, und doch leben Sie hier ganz in der Gegenwart. Sie durchqueren die Jahrtausende und entdecken immer wieder Neues. Und an jedem Ort der Inseln bieten ihre Landschaft und Architektur spektakuläre Kulissen. Ihre leuchtenden Farben werden Sie beeindrucken: honigfarbener Stein vor dem tiefsten Blau des Mittelmeers. Man hat den maltesischen Archipel als ein einziges großes Freilichtmuseum beschrieben. Seine Einzigartigkeit rührt daher, dass hier so viel Vergangenheit heute noch sichtbar ist. Tauchen Sie ein in die geheimnisvolle Frühgeschichte der Inseln, wandeln Sie auf den Spuren des Heiligen Johannes, oder besuchen Sie die Orte, an denen die Ritter des Johanniterordens das Christentum verteidigten. Besuchen Sie die Drehorte Oskar gekrönter Filme oder entdecken Sie eines der alten Dörfer Maltas. Die 7000 jährige Geschichte Maltas zu entdecken ist einfacher als Sie vielleicht glauben. Die Inseln selbst sind nämlich so etwas wie ein einziges, großes und sehr lebendiges Museum. Sie finden hier Museen, in denen jede Epoche der maltesischen Geschichte von der Prähistorie bis hin zum 2. Weltkrieg dargestellt wird. Die Inseln selbst beherbergen darüber hinaus gleich mehrere Stätten des UNESCO Weltkulturerbes. Die Johanniter waren über 250 Jahre lang Kunstmäzene und sorgten dafür, dass Sie in Museen, Palästen und Kirchen überall auf den Inseln Meisterwerke bewundern können. Es gibt herausragende Barockarchitektur, religiöse Schätze und faszinierende Ruinen und Artefakte aus den vielen Kriegen und Schlachten, die Malta in seiner Geschichte überstanden hat.




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Die Tempel Maltas
Auf den Maltesischen Inseln finden Sie einen der wenigen Orte auf der ganzen Welt, der die vielfältigsten Attraktionen und Sehenswürdigkeiten mit Ruhe und Abgeschiedenheit verbindet. Vor tausenden von Jahren gehörte Malta zum europäischen Kontinent. Die prähistorischen Gebeine aus der Grotte von Char Dalam bei Birzebbuga belegen, dass Malta vor der Eiszeit eine Landenge des europäischen Kontinents war. Die Tiere – Elefanten, Nilpferde, Rentiere – fürchteten die Kälte und flohen nach Süden. Beim Abschmelzen des Wassers infolge der Wiedererwärmung des Klimas kamen sie ums Leben, während sich die Landenge in eine Inselkette verwandelte. Erste Anzeichen einer entwickelten Menschheit auf maltesischem Boden zeigten sich vor etwa 7000 Jahren. Unzählige aufgerichtete Steine und mysteriöse Megalithtempel bezeugen eine beispiellose Kultur und Architektur schon etwa 1000 Jahre früher als Stonehenge. Die gewaltigen Tempel von Ggantija, Hagar Qim, Mnajdra und Tarxien sowie der als Hypogäum bezeichnete unterirdische Tempel von Hal Saflieni regen unsere Fantasie an.
Valletta
Die Hauptstadt trägt den Namen ihres Gründers, des Großmeisters, der Malta erfolgreich vor den osmanischen Invasoren verteidigte. Die grandiosen Befestigungsmauern Vallettas zählen zu den ersten Bauplänen für Städte auf Malta. Die maltesische Hauptstadt ist ein Meisterwerk der Militärarchitektur, bei deren Planung allerdings auch die Absicht verfolgt wurde, ein bedeutendes kulturelles Zentrum und einen Ort mit Lebensqualität zu schaffen. Das fabelhafte Erbe Vallettas offenbart sich bei einem Spaziergang durch die Jahrhunderte. Die ehemals als Ordenskirche der Johanniter genutzte St. John’s Co-Kathedrale ist, historisch gesehen, eines der wichtigsten Bauwerke des Archipels. Der Großmeisterpalast, den wir ebenfalls dem Malteser Gerolamo Cassar verdanken, wurde 1574 fertig gestellt. Er enthält die Porträts der Großmeister des Malteserordens und zahlreicher europäischer Herrscher sowie einige Möbel und viele Kunstgegenstände der Epoche.
Mdina und Rabat
Die ehemalige Hauptstadt Maltas ist eine typisch mittelalterliche Stadt, die praktisch genau in der Mitte der Insel liegt. Die „Stille Stadt“, ein anderer Name Mdinas, den sie der Stille verdankt, die hier herrscht, bietet einen grandiosen Ausblick über die gesamte Insel. Die Kathedrale von Mdina aus dem 11. Jahrhundert wurde durch das Erdbeben von 1693 zerstört. Die heutige Kathedrale ist ein Meisterwerk des maltesischen Architekten Lorenzo Gafà. Der Legende nach soll sie an derselben Stelle erbaut worden sein, an der auch das Haus des Publius stand, des römischen Statthalters zur Zeit des Schiffbruchs des heiligen Paulus und seines darauf folgenden Aufenthaltes auf Malta. Das Museum der Kathedrale beherbergt zahlreiche Kunstschätze, darunter eine herrliche Sammlung von Holzschnitten Albrecht Dürers und Gemälden anderer Künstler. Die Katakomben der heiligen Agatha und des heiligen Paulus bilden eine sehr interessante Ansammlung von Grabstätten, die auf das 4. und 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung zurückgehen. Man kann noch heute kreisförmige Steintische sehen, die von den ersten Christen – den Angehörigen des Verstorbenen – genutzt wurden, um ein Festmahl zu dessen Ehren zu feiern.




