Parc Emslandermeer - Das kleine bisschen mehr!
In der Schöpfungsgeschichte war das Königreich der Niederlande nicht vorgesehen, denn mehr als die Hälfte des Landes, das in seiner jetzigen Ausdehnung noch keine 60 Jahre besteht, liegt unterhalb des Meeresspiegels und wird durch Deiche geschützt. Bei keinem anderen Staat fallen einem spontan so viele Stereotypen ein wie bei den Niederlanden: Tulpen, Windmühlen, die Grachten von Amsterdam, Fahrräder und, nicht zu vergessen, „Frau Antje“. Doch das kleine, flache Königreich, das üblicherweise Holland genannt wird, hat bei weitem mehr zu bieten als diese Klischees. Vielerorts ist spürbar, dass die Niederlande vor noch nicht allzu langer Zeit eine Welthandelsmacht waren mit vielen Kolonien, die dem Königreich Ruhm bescherten. Vor allem die Künste florierten. Was wären denn die Niederlande ohne Rembrandt, Frans Hals, Vermeer van Delft, ohne Piet Mondrian und Vincent van Gogh? Beeindruckend sind die malerisch von Grachten umschlossenen Altstadtkerne von Delft, Gouda oder Middelburg und das „nordische Venedig“ Amsterdam. In weltberühmten Museen können Kunstwerke von unschätzbarem Wert bewundert werden. Die weiten Wasserflächen sind das Ziel für Freunde des Surfens, Segelns und der Badefreuden, während das flache Marschland ein wahres Paradies für Radfahrer ist.




Vorschläge Programmbausteine
Amsterdam
Amsterdam ist eine Stadt voller Atmosphäre, Kultur und Geschichte. Eine Stadt im historischen Gewand und dennoch mit der Ausstrahlung einer modernen Großstadt. Die gastfreundliche und facettenreiche Grachtenstadt ist im Laufe der Zeit zu einem Schmelztiegel für die unterschiedlichsten Kulturen aus aller Welt geworden. Dies spiegelt sich in den breitgefächerten Kunst- und Kulturangeboten, den verschiedenen Restaurants und den zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten wider. Die Architektur des 17. Jahrhunderts, die Grachten, die prächtigen Giebelhäuser und die eindrucksvolle Umgebung bilden die Kulisse dieser Weltstadt. In weltberühmten Museen sind Meisterwerke von Rembrandt, Vermeer, Van Gogh und anderen niederländischen Künstlern zu bewundern.
Groningen
Groningen ist nahezu tausend Jahre alt. Die Stadt ist als Regionalknotenpunkt für den Handel und als Zentrum für Kirche und Rechtssprechung entstanden. Im Laufe der Jahrhunderte wurden Wissenschaft und Kunst der Zentrumsfunktion hinzugefügt. Der Gegensatz zwischen der Geschichte und der Dynamik des 21. Jahrhunderts spiegelt sich nirgendwo in den Niederlanden schöner als in Groningen wider. Die Stadt beherbergt eine Reihe aufsehenerregender Museen. Das Groninger Museum ist hierfür das beste Beispiel, denn es liegt auf einer künstlich aufgeschütteten Insel am Verbindungskanal zwischen Altstadt und Bahnhof.
Bourtange
Das idyllische Bourtange – in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze, auf der Höhe von Papenburg – lädt zum Bummeln ein. Tore und Brücken, Kasematten und Bastionen des Festungsstädtchens widerstanden seit ihrem Bau im 16. Jahrhundert jedem Angriff. Die Bausubstanz wurde sorgfältig restauriert, und so sind die gemütlichen Häuser der Garnisonsstadt wieder bewohnt. In der früheren Synagoge ist ein kleines Museum eingerichtet.
Papenburg und Meyer Werft
Wenn von modernen Schiffen die Rede ist, fällt unweigerlich auch der Name Papenburg. In der Meyer Werft werden die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt gebaut. Besucher sind dort willkommen. Ein Netz von Kanälen gibt Papenburg ein eigenes, unverwechselbares Flair, und wo immer man in der Stadt von der einen zur anderen Straße gelangen will, muss man eine der zahllosen Brücken überqueren. Originalgetreue Nachbauten historischer Segelschiffe dokumentieren auf den Kanälen die lange Schiffbautradition, während die Von-Velen-Anlage als weiträumiges Freilichtmuseum an die mühevollen Anfänge erinnert, das Moor zu kultivieren.




