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Berlin - Der Bär ist los

Kaum eine Stadt ist so interessant, so in der politischen Mitte, so im Hier und Heute wie Berlin. Mit ein paar kurzen Spaziergängen ist Berlin nicht zu erfassen. Dafür ist die Dreieinhalb-Millionen-Stadt mit ihren 880 Quadratkilometern zu groß. Gewiss lohnt es sich, den Kurfürstendamm entlangzuschlendern, die Seitenstraßen vor allem zu durchstöbern, oder die besondere Atmosphäre um Sophienkirche und Neue Synagoge aufzunehmen. Und auch das erhaltene und restaurierte Ende des einstigen Prachtboulevards Unter den Linden gibt einiges her, wenn man einen Eindruck gewinnen will, wie schön das alte Berlin einmal war und wieder werden könnte. Die schönsten Flecken aber liegen nicht im Zentrum der Stadt und die noch einigermaßen ursprünglich gebliebenen Stadtviertel auch nicht. In Ruhe durch den Charlottenburger Kiez zu laufen oder durch das alte Rixdorf mit den Resten seiner böhmischen Kolonie, ruhig auch einmal durch die verfallenen Quartiere im Prenzlauer Berg und natürlich auch durch „Klein Istanbul“ zwischen Cottbusser Tor und Schlesischem Tor – so erlebt man Berlin. Die wirklichen Kleinode Berlins sind weitab von Trubel und City. Das sind die Schlösser und Gärten am Rande der Stadt: Schloss und Park Charlottenburg, die Pfaueninsel mit ihrem Schloss, der Tierpark mit dem Schlösschen Friedrichsfelde, das Tegeler Fließ, die Schlossinsel von Köpenick, und natürlich sind es die riesigen Seengebiete und die Wälder, durch die man stundenlang wandern kann.

Vorschläge Programmbausteine

Potsdam

Die alte Residenzstadt der preußischen Könige liegt inmitten einer wunderbaren Seenlandschaft und hat seit dem Ende der DDR erheblich gewonnen: Zerstörte Sehenswürdigkeiten wie das Belvedere wurden wieder aufgebaut, das Holländische Viertel wird saniert, viele schöne Bürgerhäuser und Villen wurden renoviert. Dem Park von Sanssouci nähert man sich am besten vom Luisenplatz über die Straße Am Grünen Gitter, durch den Marlygarten vorbei an der schönen Friedenskirche, oder durch das Obeliskportal nördlich des Luisenplatzes, das auf die lange Hauptallee führt. Es wurde 1747 von Knobelsdorff erbaut, der das gleiche Portal schon in Rheinsberg errichtet hat, wo Friedrich II. seine unbeschwerteste Zeit verbrachte. An diese Zeit ohne Sorgen – sans souci – sollte es ihn erinnern, und ohne Sorge wollte er auch in seinem kleinen Schlösschen auf dem Weinberg sein. Viele Bauten stammen aus der Zeit Friedrichs II.: Sanssouci, Neue Kammern, Bildergalerie, Neues Palais, Belvedere, Chinesisches Teehaus, Drachenhaus und etliche Tempel, Skulpturen sowie Fontänen. Aus der Zeit Friedrich Wilhelms IV. stammen Charlottenhof, die Römischen Bäder, die Friedenskirche und die Orangerie.

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Sachsenhausen war von 1936 bis 1945 NS-Konzentrationslager, von August 1945 bis März 1950 sowjetisches Internierungs- und Straflager. Seit 1961 ist die Original erhaltene Anlage Museum und Gedenkstätte in Erinnerung an die mehr als 100.000 Opfer. Eine Filmvorführung und Führung ist nach Vereinbarung möglich.

Filmpark Babelsberg

Seit 1912 steht der Name „Babelsberg“ für unvergessene Filme, imposante Dekorationsbauten, phantasievolle Kostüme und einmalige Requisiten. Weit mehr als 3.000 Spielfilme und Fernsehproduktionen sind hier entstanden. Zahlreiche Stars starteten in Babelsberg ihre Karriere oder verliehen der Filmstadt mit ihrem Glanz ein unverwechselbares Flair. Der Filmpark Babelsberg lädt ein, hinter die Kulissen von Kino und TV zu blicken und sich von spannenden Shows fesseln zu lassen. Zu erleben sind exklusive Studio-Touren durch die Medienstadt, versierte Führungen durch den Filmpark-Fundus, Tauchgang-Simulation im original U-Boot-Filmset, Nervenkitzel im Showscan-Actionkino, professionelles Filmtiertraining, die spektakuläre Stuntshow im Vulkan und vieles mehr ...

Zitadelle Spandau

Die Zitadelle Spandau ist ein eindrucksvolles Zeugnis frühitalienischer Festungsbaukunst. Die Italiener waren die ersten, die ihre Festung als spitzwinklige Bastionen mit hochgetürmtem Mauerwerk statt der bis dahin üblichen Rundbasteien bauten. Ursprünglich stand an diesem Platz eine Wasserburg der Askanier, die einer Grenzfestung Albrechts des Bären gefolgt war. Kurfürst Joachim II. ließ ab 1560 dann die Zitadelle zum Schutz der Landeshauptstadt Berlin errichten. Ihre Grundform ist seitdem, sieht man von neuzeitlichen Veränderungen ab, unverändert: einem allseitig durch Wasserläufe geschützten Quadrat von ca. 200 m Seitenlänge sind an den vier Ecken die Bastionen König, Kronprinz, Brandenburg und Königin vorgelagert. Zur Zeit ihrer Fertigstellung war die Zitadelle uneinnehmbar. Später spielte sie in allen Kriegen, in die Brandenburg und Preußen verstrickt waren, eine Rolle.


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