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Dresden - das "Deutsche Florenz"

Jahrhundertelang haben Dichter und Denker Dresden umschwärmt. Für Erich Kästner, selbst Dresdner, war die Elbmetropole zu Zeiten der Weimarer Republik „eine wunderbare Stadt, voller Kunst und Geschichte und trotzdem kein zufällig bewohntes Museum“. Und das ist noch heute so. Denn neben den barocken Prachtbauten, den Museen mit ihren wertvollen Sammlungen und der Elbe, die sich unverändert fotogen durch die Stadt schlängelt, prägen die Hinterlassenschaften von Krieg und Sozialismus immer noch das Stadtbild. Auf der Brühlschen Terrasse flaniert man wieder wie im 19. Jahrhundert. Milliarden flossen in die Restaurierung des Zwingers, der Semperoper und anderer prächtiger Bauten. Seit der Wende versucht Dresden verstärkt an die Zeit anzuknüpfen, in der es zu den Kulturmetropolen Europas gehört hat. Die Elbmetropole ist in Bewegung und verändert ständig ihr Gesicht. Auch diese Lebendigkeit ist es, die Dresden so überaus besuchenswert macht. Und ganz in Stadtnähe liegen Ausflugsziele, die allein schon eine Reise wert sind: die Porzellanstadt Meißen, die beiden Schlösser Pillnitz und Moritzburg und besonders die Sächsische Schweiz, durch deren bizarr wirkende Welt aus phantastischen Sandsteingebilden, Tafelbergen und Schluchtenlabyrinthen viele hundert Kilometer Wanderwege führen – ein ideales Kontrastprogramm zu einem Stadtbummel.

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Weltoffene Landeshauptstadt

Dresden war jahrhundertelang Metropole, ein Synonym für Kunst und Kultur. Eine Stadt, in der man gerne lebte und die man gern besuchte. Seinen Ruf als „Erdenparadies“ verdankt Dresden nicht nur seinen barocken Prachtbauten und seiner Lage im Elbtal. Die Dresdner haben es schon immer verstanden, ihre Stadt mit Leben zu erfüllen. Am besten spürt man die einmalige Atmosphäre der sächsischen Metropole im Sommer, wenn die vielen Brunnen sprudeln und die Cafés dicht besetzt sind. Wer alle Museen Dresdens genießen will, muss länger als ein Wochenende bleiben. Sicher, jeder weiß von der Gemäldesammlung Alter Meister in der Sempergalerie des Zwingers. Und von den Neuen Meistern und königlichen Pretiosen im Grünen Gewölbe des Albertinums. Doch neben diesen Highlights gibt es nicht weniger als 22 weitere Museen und 31 Galerien mit Ausstellungen von oft internationalem Rang.

Die Sächsische Schweiz

Wer durch die Sächsische Schweiz wandert, begegnet verwitterten Phantasiefiguren aus Stein zwischen hochaufragenden Felsenriffen, tiefeingeschnittenen Gründen, schlanken Türmen und wuchtigen Tafelbergen, zwischen Wiesen und Wäldern. Wie ein unermüdlicher Bildhauer hat die Natur aus einem 400 bis 600 Meter mächtigen, etwa 370 Quadratkilometer großen Sandsteinblock, der vor etwa 100 Millionen Jahren aus einem Urzeitmeer auftauchte, eine faszinierende Steinlandschaft geformt. Die Sächsische Schweiz ist kein Lebensraum, der es seinen Bewohnern leicht macht. Nur besonders angepasste Arten können zwischen den Felsen überleben. Am Grund der schmalen Canyons ist es selbst im Sommer so kühl wie in einem Keller. Hier gedeihen viele Moose und Farne, Fichten, Tannen, Ulmen und Erlen. Nur wenige Meter entfernt wachsen auf den trockenen und warmen Felsgipfeln Kiefern, Heide und Preiselbeeren sowie Heidekraut. Uhu, Sperlingskauz, Eisvogel und Wasseramsel – insgesamt 200 Vogelarten – sind im Elbsandsteingebirge noch heimisch.

Meißen & Moritzburg

Auch vor den Toren Dresdens hinterließ August der Starke seine königlichen Spuren. Inmitten eines großen Waldgebietes errichtete er einen barocken Prachtbau zum Jagen und Feiern: Schloß Moritzburg. Der 1000jährigen Stadt Meißen verhalf der Kurfürst durch die Gründung der berühmten Porzellanmanufaktur zu einer neuen Blütezeit. Man müsste zaubern können und den Meißen-Besuch ganz oben auf dem Burgberg, auf der überdachten Panorama-Veranda des Burgkellers, beginnen. Mit Dom und Albrechtsburg im Rücken bietet sich von dort ein phantastischer Ausblick auf die tausendjährige Stadt: Unter einem Mosaik roter Ziegeldächer liegen uralte Gassen mit holprigem Kopfsteinpflaster versteckt, steile Treppen, verwinkelte Mauern, verwilderte Gärten.

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