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München - kunterbunt und international

München hat wie kaum eine andere deutsche Großstadt sein Gesicht nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs bewahrt. Da die halbe Stadt in Schutt und Asche lag, spitzte sich hier wie auch anderswo die Auseinandersetzung zu, ob man den historischen Kern möglichst getreu wieder herstellen oder die Stadt zeitgemäß neu bauen sollte. Ziemlich rasch entschied man sich für den Wiederaufbau des alten München. Dieser Konservatismus hat die alte Schönheit gerettet; die Millionenmetropole ist in vielen Stadtteilen unüberschaubar und gemütlich, eben „münchnerisch“ geblieben. Doch der restaurative Geist hat der modernen, zeitgemäßen Architektur nur wenige Entfaltungsmöglichkeiten gelassen. So ragen zwischen beiden stadtbekannten Wahrzeichen, den Turmhauben der gotischen Frauenkirche und der modernen Zeltdachlandschaft des Olympiazentrums, weit mehr historische als zeitgenössische Bauten von Bedeutung heraus. Kaufhäuser und Einkaufspassagen findet man hier in ebenso ungewöhnlichem Ambiente wie die über hundert Kunstgalerien und -museen. Die Münchner Innenstadt kann man ohne größere Anstrengungen zu Fuß erkunden. Wer sich vom städtischen Trubel ein wenig erholen will, besucht den Englischen Garten. Münchens „Grüne Lunge“ ist einer der größten und schönsten Landschaftsgärten in Europa. Einen einmaligen Blick auf die Silhouette Münchens hat man von dem Hügel vom Monopteros aus.

Vorschläge Programmbausteine

Deutsches Museum

Ein Museum, in dem Technik zum Erlebnis wird – so lautet das Konzept des Museumsgründers. Zu dem 1925 eröffneten Sammlungsbau mit dem meteorologischen Turm gehören der Bibliotheksund Kongressbau, Kraftfahrzeughalle und die Halle für Luft- und Raumfahrt. Die Superschau erstreckt sich über eine Ausstellungsfläche von 46 000 Quadratmeter! Die Besichtigungsschwerpunkte müssen sich die Besucher daher selbst wählen – ob sie nun im Faradayschen Käfig eine Spannung von 300 000 Volt unbeschadet überstehen, per Knopfdruck die erste Montgolfiere aufsteigen lassen, das Steuerruder eines Luxusschiffes bedienen oder auf Schnuppertour durch das multimediale Duftquiz gehen wollen. Die Abteilungen umfassen Gebiete der Technik und der Naturwissenschaften vom Bergbau bis zur Astrophysik. Attraktionen sind das Kohlebergwerk, die Hallen für Kraftmaschinen, Luft- und Schifffahrt sowie die Musikinstrumentensammlung. Ständig aktualisiert werden die Abteilungen Raumfahrt, Atom- und Kernphysik, Elektronik, Computer- und Nachrichtentechnik.

Alte Pinakothek

Der exorbitanten Sammelleidenschaft seiner Herzöge, Kurfürsten und Könige verdankt München seine Gemäldegalerie von Weltrang. Ihr Haus bekam die Sammlung Alter Meister aber erst durch König Ludwig I. und seinen Architekten Klenze im 19. Jahrhundert. Im Krieg stark beschädigt, konnte das Museum in den 50er Jahren erneut der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Von Albrecht Altdorfers „Alexanderschlacht“ über Brueghels „Schlaraffenland“ bis hin zu Bouchers „Madame Pompadour“ spannt die Sammlung den Bogen von altdeutscher, holländischer und flämischer Malerei bis zur französischen Malerei des 18. Jahrhunderts.

Schloss Nymphenburg

Ein Baby kam zur Welt und gab den Auftakt zur Inszenierung einer der größten barocken Schlossanlagen in Deutschland: Zur Geburt des Thronfolgers schenkte der bayerische Kurfürst Ferdinand Maria, seiner Frau, eine Landvilla. Der Erbprinz selbst, Max Emanuel, nahm dann den weiteren Ausbau in die Hand. So entstanden ab 1715 um den würfelförmigen Ursprungsbau in der Mitte die symmetrischen Flügelpavillons und Galerien einschließlich Park und Parkburgen. Nymphenburg, das Schloss mit dem poetischen Namen, wurde die Sommerresidenz der bayerischen Kurfürsten und Könige. Im Halbrund um das stadtseitige Garten- und Wasserparterre folgten bis zur Jahrhundertmitte die Rondellbauten für die Hofkavaliere. Das mittlere nördliche Haus beherbergt seit 1761 die Porzellanmanufaktur.

Bavaria Filmstadt

Nichts ist so fesselnd wie die Welt von Film und Fernsehen. Große Schauspieler, Idole, Glamour, Liebe und Leidenschaft spielen sich nicht nur auf der Leinwand ab. Fans und alle, die Kino und TV lieben, erfahren in der Bavaria Filmstadt, südlich von München, wie eine der größten Traumfabriken Europas funktioniert. Werfen Sie während einer 90-minütigen Führung durch die 320.000 Quadratmeter große Bavaria Filmstadt Geiselgasteig einen Blick hinter die Kulissen.

Chiemsee

Rund um das „Bayerische Meer“ erstreckt sich eine der schönsten und vielfältigsten Urlaubslandschaften der Alpen – die weit südliche Lage, das malerische Panorama, die einzigartige Atmosphäre und der königliche Charme machen das Bayerische Meer einzigartig – überzeugen Sie sich selbst. Die bekanntesten Highlights sind die Chiemseeinseln. Der Besuch im Schloss König Ludwig II. auf der Herreninsel ist ein „Muss“ für jeden Chiemsee-Besucher und das pittoreske Fischerdorf auf der Fraueninsel lädt ein zu einem romantischen Spaziergang. Die Chiemseeinsel Herrenchiemsee erreichen Sie von Prien ganzjährig mit den Schiffen der Chiemsee-Schifffahrt. 1873 erwarb König Ludwig II. von Bayern die Herreninsel als Standort für sein Neues Schloss Herrenchiemsee. Als Abbild von Versailles sollte dieses Schloss ein „Tempel des Ruhmes“ für König Ludwig XIV. von Frankreich werden, den der bayerische Monarch grenzenlos verehrte. Die Insel ist mit Wanderwegen erschlossen, die reizvolle Ausblicke auf den Chiemsee, auf die Voralpen des Chiemgaus und auf die Fraueninsel bieten. Auf dem offiziellen Rundweg kann die Insel in gut zweieinhalb Stunden umwandert werden.

Berchtesgaden

Bereits Bayerns Könige bevorzugten den Ort zu Füßen des Watzmann. Was einst nur dem Hochadel vorbehalten war, genießen heute Besucher aus aller Welt: eine ganz besondere Mischung aus Kunst, Erlebnis und Erholung. Der Besucher schätzt obendrein das kulturelle Angebot aus zahlreichen Museen und Ausstellungen. Ein Stück Zeitgeschichte in Verbindung mit einem herrlichen Ausblick auf die heimische Bergwelt erlebt der Gast auf dem Kehlstein, während er im Salzbergwerk die jahrhundertalte Kunst der Salzgewinnung kennenlernt. Obendrein bietet der historische Markt mit Bürgerhäusern, Stiftskirche und Schloss sowie die Wallfahrtskirche Maria Gern genügend Gründe für einen Besuch.

Dachau

Kaum jemand verbindet mit der westlich von München gelegenen Kreisstadt, deren Name auch heute noch mit dem Grauen unter dem Nazi-Regime gleichgesetzt wird, die hiesige kleine Künstlerkolonie, die um die Jahrhundertwende Berühmtheit erlangte. Am Ostrand Dachaus liegt das ehemalige Konzentrationslager mit Gedenkstätte. Die als Mahnmal gestaltete Anlage enthält ein Museum, das mit Exponaten den nationalsozialistischen Terror belegt.

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