Solmeckes Reiseweiten

Prag - "Mutter der Städte"

Prag ist wunderschön gelegen. Sein historisches Territorium ist im Umfeld des in gewaltiger Breite fließenden Flusses konzentriert und erstreckt sich über terrassenförmige Hügel. Dieser einmaligen Lage sind faszinierende Panoramablicke zu verdanken. Vorfinden kann man nicht nur Bauten im Stil der Romanik, Gotik, Renaissance, des Barock und Rokoko, sondern auch Jugendstil-Bauwerke von außergewöhnlicher Schönheit, die zu Beginn unseres Jahrhunderts erschaffen wurden, ebenso wie einmalige Denkmäler im Stil des Kubismus. Auf Ihren Wegen durch das historische Prag sind Sie von Baudenkmälern umgeben, deren architektonische Schönheit überwältigend ist. So wird es Ihnen ergehen, wenn Sie durch verwinkelte Gassen auf den Altstädter Ring gelangen, der von der über alle benachbarten Bauwerke hinausragenden Teyn-Kirche dominiert wird, oder wenn Sie über die berühmte Karlsbrücke gehen, die zu den ältesten Europas gehört. Auf die Prager Burg, die über Jahrtausende hinweg der Sitz böhmischer Könige war und heute der des Staatsoberhauptes ist, bietet sich ein atemberaubender Blick, der vor allem von den schlanken Türmen des St. Veits-Domes geprägt wird. All diese einmaligen, oft sogar als magisch und geheimnisvoll gepriesenen Lokalitäten Prags kann man nicht aufzählen. Aber erwähnen sollten wir die mit der Prager jüdischen Kultur verbundenen Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten. Die gotische Alt-Neu-Synagoge ist die älteste Mitteleuropas und wurde in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Der alte Prager Jüdische Friedhof fasziniert seine Besucher durch eine seltene Ansammlung von mehr als zwölftausend Grabsteinen, von denen die ältesten bereits aus dem 15. Jahrhundert stammen.

Vorschläge Programmbausteine

Prager Burg

Die Prager Burg war seit jeher ein Herrschersitz. Und da die meisten Herrscher zu ihrer baulichen Gestaltung beitrugen, sind auf dem Burggelände mehr als eintausend Jahre alte Mauern zu finden. Das heutige Aussehen der Burg geht jedoch in erster Linie auf die Kaiserin Maria Theresia zurück. Im Ergebnis all dieser Wandlungen stellt die Burg eine würdige Residenz des Präsidenten der Tschechischen Republik dar. Wir gehen nun an der Burgwacht vorbei und betreten den ersten Burghof, auch Ehrenhof genannt, wo die offiziellen Gäste des tschechischen Staatsoberhauptes empfangen werden. Zum zweiten Burghof gelangen wir durch das Matthias-Tor, durch das der Barock in Prag Einzug gehalten haben soll. Das Tor gilt nämlich als der erste barocke Profanbau Prags, und es ist wohl angebracht zu sagen: ein sehr schöner. Weiter richten sich unsere Schritte zur Kathedrale des heiligen Veit, die atemberaubend schön ist. Entlang dem Alten Königspalast und der St.-Georgs-Basilika kommen wir nun ins Goldene Gässchen. Die sechzehn märchenhaft anmutenden winzigen Häuser, die sich an der alten Burgmauer ducken, bleiben jedem Besucher fest in Erinnerung. Zurück zum Hradschiner Platz gelangen wir anschließend durch die Südgärten der Prager Burg, von denen aus sich wieder eine einzigartige Aussicht auf die Kleinseitner Paläste bietet. Am Ende des nördlich der Burg gelegenen Königsgartens befindet sich das wunderschöne Königliche Lustschloss.

Hradschin

Das historische Stadtviertel Hradschin ist unmittelbar mit der Prager Burg benachbart. Der Hradschiner Platz wird von mehreren imposanten Palästen beherrscht; das interessanteste von ihnen, das Renaissance-Palais Schwarzenberg, beherbergt das Militärische Museum, in dem wertvolle Sammlungen historischer Waffen aus den verschiedensten Epochen aufbewahrt werden. Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes gelangt man, durch das linke Tor der Rokokofront des Erzbischöflichen Palastes hindurch, ins Palais Sternberg, in dem Sammlungen alter europäischer Kunst der Nationalgalerie Prag untergebracht sind. Vom Hradschiner Platz führt uns ein ansteigender Weg nach Pohorelec, zu einer Stelle, an der in der Vergangenheit die meisten Brände stehen geblieben sind. In der Nähe können wir schon das Prager Loreto, einen der schönsten Wallfahrtsorte der Tschechischen Republik, erblicken. Der gegenüber der Loreto-Kirche gelegene barocke Czernin-Palast ist heute Sitz des tschechischen Außenministeriums.

Josefstadt

An die einstige Judenstadt erinnern heute nur noch die erhalten gebliebenen Synagogen und der Alte jüdische Friedhof. Die Synagogen, die zum überwiegenden Teil dem Jüdischen Museum unterstellt sind, beherbergen wertvolle Sammlungen. Einen Ausnahmefall bildet die Pinkas-Synagoge, heute Mahnmal böhmischer und mährischer Juden, die während des Zweiten Weltkrieges deportiert und in nationalsozialistischen Konzentrationslagern umgebracht worden sind. Besucher aus der ganzen Welt suchen unter den 80 000 Namen, mit denen die Wände der Pinkas-Synagoge bedeckt sind, die Namen ihrer verschwundenen Familienangehörigen. Im ersten Stockwerk der Synagoge ist eine umfassende Kollektion von Kinderzeichnungen aus Terezín-Theresienstadt. Mit der Pinkas-Synagoge benachbart ist der Alte jüdische Friedhof mit annähernd 12 000 Grabsteinen aus dem 15. und 18. Jahrhundert.

Gedenkstätte Theresienstadt

1941 wurde in der Stadt ein Ghetto errichtet, das bis 1945 über 150 000 jüdische Gefangene aus vielen europäischen Ländern durchliefen. Die Kleine Festung diente von 1940 bis 1945 als Polizeigefängnis der Gestapo für politische Gefangene. Die Gedenkstätte für die Opfer der Nazi-Besatzung der Tschechoslowakei wurde 1947 gegründet. Auf dem Gelände der Kleinen Festung, in der ehemaligen Schule, in den Kasernen und im Krematorium befinden sich Ausstellungen, ein Gedenkfriedhof ist frei zugänglich.

© 2010 Solmeckes Reiseweitenschnell & direkt: 02302-9490060